IAE

Abk. für ISDN-Anschlusseinheit. An eine IAE können ein oder zwei ISDN-Telefon(e) angesteckt werden.

Die IAE ist eine Anschlussdose für ein bzw. zwei ISDN-Endgeräte, die mit einem so genannten Westernstecker (RJ-45) an den ISDN-S0-Bus angeschlossen werden. Im Handel sind verschiedene Typen mit unterschiedlicher Kontaktierung (4,6,8 Kontakte) verfügbar, die sich in der Klemmenbelegung und in der Zahl der tatsächlich beschalteten Kontakte unterscheiden. Alle Typen sind für die Verwendung mit RJ-45-Steckern ausgelegt. Alternativ zur IAE können auch UAE verwendet werden. (siehe UAE)

IEC

Abk. für International Electrotechnical Commission. Eine der ISO (International Standards Organization) angegliederte Organisation zur internationalen Standardisierung elektrotechnischer Bauteile und Komponenten. (siehe auch ISO)

IP (TCP/IP)

Die Abkürzung IP bezeichnet in der Informationstechnologie

  • ein Protokoll in der Netzwerktechnik, siehe Internet Protocol.
  • umgangssprachlich die einem Rechner im Rahmen dieses Protokolls vergebene Nummer, unter der er im Netz erreichbar ist, siehe IP-Adresse.
  • den instruction pointer ein Prozessorregister, welches der CPU sagt, welcher Befehl als nächstes abgearbeitet werden soll, siehe Befehlszähler.
  • einen Internet Provider, jedoch öfter als ISP (Internet Service Provider) bezeichnet. Siehe Internetdienstanbieter.

Impulswahlverfahren (IWV)

Älteres Wahlverfahren, welches insbesondere bei Wählscheiben-Telefonen verwendet wurde. Später kamen dann Tastentelefone auf den Markt, die auch noch das alte, herkömmliche Wahlverfahren verwendeten. Heute wird bei modernen, herkömmlichen Telefonen das wesentlich schnellere MFV-Verfahren verwendet. (siehe auch MFV)

Im ISDN spielt das Impulswahlverfahren nur eine untergeordnete Rolle. Bei diesem Verfahren wird z. B. die Wahlinformation eines Endgerätes durch kurze Unterbrechungen des Schleifenstromes signalisiert. Je nach gewählter Ziffer (x) wird der Schleifenstrom entweder einmal (1), zweimal (2), dreimal (3) etc. bis zu zehnmal (0) unterbrochen. An einige ISDN-Tk-Anlagen lassen sich solche Geräte anschließen. Dadurch wird der zwingende Austausch des Endgerätes beim Wechsel von einem Analoganschluss zum ISDN-Anschluss vermieden.

Initialisierung

Herstellen eines Grundzustands. Wird z. B. bei Endgeräten oder Tk-Anlagen als Funktion verwendet, um einen Auslieferzustand (wieder) herzustellen.

Initiierung

Die erste Phase des Verbindungsaufbaus. Der A-Teilnehmer meldet z. B. durch Abheben des Hörers den Wunsch, eine Verbindung herzustellen.

Intern

In der Telekommunikation werden Anschlüsse oder Teilnehmer, die an eine Tk-Anlage angeschlossen sind und über eine Tk-Anlage erreicht werden, ohne das öffentliche Telekommunikationsnetz zu verwenden, als interne Teilnehmer bezeichnet.

Internverbindung

Verbindung zwischen den Nebenstellen einer Tk-Anlage, ohne das öffentliche Telekommunikationnetz zu verwenden. Diese internen Gespräche, die innerhalb einer Tk-Anlage stattfinden, erzeugen keine Verbindungskosten eines Netzbetreibers.

ISDN

Abk. für Integrated Services Digital Network. Digitales Netz, in dem die verschiedenen Kommunikationsdienste zusammengefasst sind, z. B. Telefonie, Fax Gruppe 2, 3, Datenübertragung usw.

Im Gegensatz zum herkömmlichen, analogen Telefonnetz wird im ISDN eine digitale Übertragung verwendet. Dadurch lassen sich verschiedene Dienste in diesem Netz zusammenfassen. Im ISDN werden zwei Anschlusstypen unterschieden:

der Basisanschluss (siehe Basisanschluss) mit 2 Nutzkanälen und den Anschlussarten Mehrgeräteanschluss (siehe Mehrgeräteanschluss) und Anlagenanschluss (siehe Anlagenanschluss). Der Anschluss erfolgt über eine herkömmliche 2-Draht-Leitung und einen Netzabschluss (NT, siehe auch NT). An diesen NT werden die Endgeräte, die Busverdrahtung (siehe BUS) und/oder eine Tk-Anlage an den so genannten S0-Bus angeschlossen. Normale ISDN-Endgeräte sind für den Mehrgeräteanschluss vorgesehen. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit beträgt beim Basisanschluss (2 Nutzkanäle + 1 Datenkanal) 192 kbit/s.

der Primärmultiplexanschluss (siehe Primärmultiplexanschluss), abgekürzt PMxAS, mit 30 Nutzkanälen als Anlagenanschluss (siehe Anlagenanschluss). Der Anschluss erfolgt über zwei herkömmliche 2-Draht-Leitungen und einen Primärmultiplex-Netzabschluss (PMx-NT, siehe auch NT). An diesen NT wird eine Tk-Anlage an den so genannten S2M-Port angeschaltet. Die Datenübertragungsrate beträgt beim Primärmultiplexanschluss (30 Nutzkanäle + 1 Datenkanal) 2 Mbit/s.

Jeder Nutzkanal verwendet eine Übertragungsgeschwindigkeit von 64 kbit/s. Zusätzlich zu den Nutzkanälen existiert ein so genannter Daten-Kanal (D-Kanal, siehe D-Kanal), der für die Signalisierungsinformation verwendet wird. Außerdem werden zusätzliche Synchronisierungsinformationen übertragen.

Beide Anschlusstypen können entweder mit dem Protokoll 1TR6 (nationales ISDN, siehe auch 1TR6) oder DSS1 (Euro-ISDN, siehe auch DSS1) arbeiten.

Herkömmliche analoge Endgeräte lassen sich nicht ohne weiteres am ISDN betreiben. Dazu ist entweder ein a/b-Adapter (siehe a/b-Adapter) oder eine ISDN-Tk-Anlage mit a/b-Ports (siehe Tk-Anlage, a/b-Port) erforderlich.

ISDN-Dienst

Oberbegriff für die verschiedenen Anwendungen des ISDN, z. B. Telefonie, Fax der Gruppe 2 und 3, Bildtelefon, Datenübertragung, Temex usw. (siehe auch Dienst)

ISDN-Endgerät

Gerät, das an einem ISDN-Kommunikationsnetz oder einer Tk-Anlage mit internem ISDN-Anschluss (ISDN-Port) betrieben werden kann, z. B. ISDN-Telefon, ISDN-PC-Karte usw. (siehe auch Endgerät)

ISDN-Kanal

Ein ISDN-Nutzkanal ist ein Verbindungsweg, vergleichbar mit einer bisherigen analogen Telefonleitung. Ein ISDN-Basisanschluss bietet zwei ISDN-Nutzkanäle.

Ein ISDN-Kanal ist ein Verbindungsweg für die Telekommunikation. Ein ISDN-Basisanschluss stellt z. B. zwei B-Kanäle mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von jeweils 64 kbit/s als Nutzkanäle und einen D-Kanal (Daten-Kanal) mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 16 kbit/s als Steuerkanal zur Verfügung. Die beiden B-Kanäle eines Basisanschlusses sind voneinander unabhängig und ermöglichen daher auch zwei getrennte und ggf. unterschiedlich genutzte Verbindungen zur gleichen Zeit. Der D-Kanal wird von den Endgeräten und der Vermittlungsstelle zur Übertragung der Signalisierungsinformation für beide B-Kanäle gemeinsam genutzt. Die Signalisierungsinformation enthält daher Daten, auf welchen B-Kanal sich die Information bezieht. Die D-Kanal-Daten werden zusätzlich mit Sicherungsinformationen versehen, um eine fehlererkennbare Übertragung zu ermöglichen. Die B-Kanal-Daten werden ungesichert übertragen.

ISDN-PC-Karte

Eine ISDN-PC-Karte wird in einen PC eingesteckt, um eine Verbindung zum ISDN zu erreichen. Durch diese Erweiterung wird dann z. B. die ISDN-Datenübertragung mit dem PC möglich.

Die ISDN-PC-Karte ist ein Endgerät in Form einer im PC eingebauten Steckkarte. Damit wird z. B. eine Datenübertragung vom PC aus mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 64 kbit/s bei Nutzung eines B-Kanals oder von 128 kbit/s bei Nutzung von zwei B-Kanälen durch Kanalbündelung (siehe Kanalbündelung) möglich. Die Sicherung der Informationsübertragung erfolgt durch entsprechende Sicherungsverfahren der PC-Karte.

ISDN-PC-Box

Eine ISDN-PC-Box ermöglicht zusammen mit einem PC die Datenübertragung im ISDN.

Die ISDN-PC-Box ist ein eigenständiges Endgerät für den Anschluss eines PCs an das ISDN. Sie wird meist über die serielle V.24- oder USB-Schnittstelle (siehe USB) angeschlossen und erfüllt dann den gleichen Zweck wie eine ISDN-PC-Karte (siehe ISDN-PC-Karte). Eine ISDN-PC-Box wird z. B. in Verbindung mit Laptops eingesetzt, bei denen der Einbau einer Steckkarte nicht möglich ist.

ISO

Abk. für International Standards Organisation. Dachorganisation für internationale Normungsfragen mit über 200 Fachausschüssen, getragen und finanziert durch die angeschlossenen nationalen Standardisierungsgremien (z. B. DIN, Deutsches Institut für Normung). Aktivitäten im Bereich der elektrotechnischen Normung sind an die IEC (International Electrotechnical Commission) delegiert. (siehe auch IEC)

IWV

Abk. für Impulswahlverfahren. Älteres Wahlverfahren, welches insbesondere bei Wählscheiben-Telefonen verwendet wurde. Später kamen dann Tastentelefone auf den Markt, die auch noch das alte, herkömmliche Wahlverfahren verwendeten. Heute wird bei modernen, herkömmlichen Telefonen das wesentlich schnellere MFV-Verfahren verwendet. (siehe auch MFV)

Im ISDN spielt das Impulswahlverfahren nur eine untergeordnete Rolle. Bei diesem Verfahren wird z. B. die Wahlinformation eines Endgerätes durch kurze Unterbrechungen des Schleifenstromes signalisiert. Je nach gewählter Ziffer (x) wird der Schleifenstrom entweder einmal (1), zweimal (2), dreimal (3) etc. bis zu zehnmal (0) unterbrochen. An einige ISDN-Tk-Anlagen lassen sich solche Geräte anschließen. Dadurch wird der zwingende Austausch des Endgerätes beim Wechsel von einem Analoganschluss zum ISDN-Anschluss vermieden.